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Qualitätskriterien für Tandem-Vermittlungszentralen
(Versión alemana, traducción en web / German version, web-translator)
von Katja Popova, Viadrina-Universität Frankfurt/Oder, 10/2001
mit Beratung durch Jürgen Wolff, Tandem Fundazioa Donostia/San Sebastián
auf der Grundlage von Dieter Gnahs, Handbuch zur Qualität in der Weiterbildung; hg. vom Hauptvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Frankfurt/Main 1996 (behandelt u.a.: Kriterien der Bundesanstalt für Arbeit, Fernunterrichtskatalog, Weiterbildung Hamburg e.V., Wuppertaler Kreis, Open Training Association, Verband Sächsischer Bildungsinstitute, Stiftung Warentest, ESF, CEDEO, ISO 9000, Malcolm Baldridge National Quality Award, EFQM, Deutscher Trainingspreis)
und nach Vergleich mit
EQUALS inspection scheme, ARELS code of practice, Evaluación de CEDEO-DIRFO, Handbuch zur Qualitätsprüfung Sprachkammer Budapest, Language Travel Gazette "Inspection - Quality assured ?"
(Diese Liste zählt alle Kriterien auf, die berücksichtigt werden sollen. Sie füllt sie noch nicht inhaltlich, das kann erst nach der Diskussion unter den Tandem-VermittlerInnen und -ForscherInnen geschehen. Ein erster Schritt dazu ist der Literaturbericht.)
A- Inputbezogene Kriterien
1. Vorhandensein eines LernerInnenpotentials
2. Geeignetes methodisch-didaktisches Konzept
Ziele und Inhalte des Tandemprojekts klar formulieren
3. Professionelle Leitung
4. Personal
4.1 Qualifikation
4.2 Weiterbildungsmöglichkeiten
4.3 günstige Beschäftigungsbedingungen (Zeitbudget, Entlohnung)
4.4 klare Verantwortungsabgrenzung
5. Ausstattung
5.1 Räume für Vorstellungsgespräch und Beratung
5.2 Postfach, Telefon, Fax, Computer
5.3 Materialien
Info-Material
Anmeldebögen
Unterstützendes Material
Nachschlagewerke zur Organisation von Tandems
Fragebögen zur Evaluation der Ergebnisse
6. Planmässige kontinuierliche Arbeit
7. Offenheit und Kooperationsbereitschaft
(mit anderen Tandem-Sprachschulen, Universitäten, Schulen usw; eine Datenbank pro Ort oder Vernetzung der Vermittlungszentralen)
8. TeilnehmerInnenwerbung
8.1 Infomaterial
vollständig und ausführlich
übersichtlich
klar verständlich
8.2 Streuung der Werbung
8.3 Informative Veranstaltungsprogramme
9. Organisation
9.1 Anmeldung: einfach und schnell
Anmeldebogen
erstes Kontaktgespräch mit dem/r VermittlerIn
9.2 Klare Teilnahmebedingungen
9.3 Vertragsgestaltung
klare Rücktritts-, Partnerwechsel- und Kündigungsbedingungen
Obergrenze für die Tandemgebühr
9.4 Beratung
Schnelligkeit der Terminvereinbarung
kompetente BeraterInnen
Freundlichkeit
9.5 Datenschutz
9.6 Zertifizierung
Eindeutigkeit des Zertifikats
10. Vermittlung
10.1 Erforschung der Bedürfnisse, Interessen, Präferenzen der TeilnehmerInnen durch
Anmeldebogen
Gespräch
10.2 TeilnehmerInnenauswahl
unter Berücksichtigung von:
Zeitbudget
Kenntnisniveau
Alter
Interessen
Geschlecht
Abneigungen
Politischem Interesse
Wohnort
Studium + Beruf
Lernmotiven
Lehrerfahrung
10.3 Vorstellungsgespräch oder -gruppentreffen
Ort: Tandem-Vermittlungszentrale
Lockerung
Informeller Test
Herstellung der direkten Kommunikation zwischen den PartnerInnen
Tipps zum Verlauf (Erklär- und Korrekturtechniken)
Einweisung ins Material
Organisatorische Klärung
11. Unterstützendes Material
teilnehmerInnenorientiert in Interessen und Schwierigkeitsgrad
in verständlicher Sprache abgefasst und mit klaren Arbeitsanweisungen
anschaulich (Bilder)
systematisch aufgebaut
zu Eigenaktivitäten und Zusammenarbeit anregend
12. Betreuung der TeilnehmerInnen
Intensität: mindestens einmal im Monat
Formen: individuelle Beratung / Gruppentreffen
Erreichbarkeit der BeraterInnen
Schnelligkeit der Terminvereinbarung
B- Outputbezogene Kriterien
1. Qualitätsmanagement-System
1.1 Datengewinnung
1.1.1 Lernerfolgskontrolle
durch Befragung aller TeilnehmerInnen und gemeinsame Auswertung mit Fragebogen und anschliessender Diskussion zu:
Grad der Zufriedenheit
Erreichen des formulierten Ziels
Leistungsverbesserung
Anwendbarkeit des Gelernten in der Praxis
1.1.2 Befragung der VermittlerInnen und BeraterInnen
Grad der Zufriedenheit
Probleme, Schwierigkeiten
1.2 Datenauswertung und -nutzung für Forschung und Fortbildung
2. Zahl der TeilnehmerInnen
im Verhältnis zur Grösse der Einrichtung
3. Grad der Inanspruchnahme von Supportstrukturen:
Beratung und Betreuung
C- Prozessorientierte Faktoren
sind in A und B eingearbeitet worden.
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